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Gynaikon Klinieken ist eine Frauenklinik auf der Basis des Konzepts “Von der Menarche bis zur Menopause”, für die Betreuung von der ersten bis zur letzten Menstruation.

Medikamentöser Schwangerschaftsabbruch  

Mifepriston (Mifegyne®) in Kombination mit Misoprostol (Cytotec®) ist die übliche Behandlung in den Niederlanden für Frauen, die sich für die “Abtreibungspille” entscheiden. Bis zu einer Schwangerschaftsdauer von 9 Wochen 0 Tage Amenorrhoe darf sich die Frau zwischen der Abtreibungspille oder der Saugkürettage entscheiden. Letztendlich entscheidet der Arzt, ob die Frau für die Abtreibungspille in Betracht kommt. 

Die Schwangerschaftsdauer wird in der Klinik mittels Ultraschall festgestellt. Erfüllt die Frau die gesetzlichen Bedingungen zur Bedenkzeit, kann sie im Anschluss an das Gespräch mit dem Arzt die Abtreibungspille bekommen. Dies bedeutet, dass die Frau bereits in der Klinik Mifegyne® einnimmt und 4 Tabletten Cytotec® erhält, die sie nach 2 Tagen selbst vaginal einführt. Nach Einnahme von Mifegyne® merkt die Frau in der Regel wenig. Bei diesem Mittel handelt es sich um einen kompetitiven Progesteron-Rezeptor-Antagonist. Es verhindert in 96 % der Fälle das weitere Wachstum der Schwangerschaft. Darüber hinaus erhöht es die Empfindlichkeit gegenüber Prostaglandinen. Cytotec® ist ein synthetisches Analogon von Prostaglandine E1 und führt zu Kontraktionen der Gebärmutter, wodurch die Frucht abgestoßen wird. 

Es können die folgenden Nebenwirkungen auftreten: Magen-Darm-Beschwerden, Schüttelfrost und starker Blutverlust. Als Analgetikum kann die Frau ein NSAID einnehmen. 

Die Abtreibungspille wird häufig mit einem Spontanabort verglichen. Bei einem medikamentösen Schwangerschaftsabbruch können die Krämpfe und der Blutverlust stärker sein als nach einer Saugkürettage.

 

Saugkürettage  

Eine Saugkürettage kann bis zur 12./13. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Die Frau kann sich zwischen einer örtlichen Betäubung oder Sedierung entscheiden. Bei einer Saugkürettage wird der Gebärmutterhalskanal leicht geweitet und anschließend wird das Schwangerschaftsprodukt mit einer Einweg-Kunststoffkürette entfernt und die Gebärmutter kürettiert. Dadurch ist der Blutverlust nach dem Eingriff in der Regel gering. Die Behandlung dauert ca. 10 bis 15 Minuten. Vor der Behandlung wird der Gebärmutterhals mit Prostaglandin-Tabletten geschmeidig gemacht. 

Hat sich die Frau für eine Sedierung entschieden, darf sie 24 Stunden lang nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. 

Die Website www.profamilia.de enthält umfassende Informationen für Frauen zum Thema medikamentöser Schwangerschaftsabbruch und Saugkürettage. 

 

Dilatation & Evakuierung (D&E) mit Prostaglandin-Priming  

Ist die Schwangerschaft über die 12./13. Woche hinaus fortgeschritten, findet die Behandlung mittels der D&E-Methode statt. Bei der D&E-Methode wird die Schwangerschaft chirurgisch abgebrochen und wird anschließend eine Kürettage durchgeführt. Auch hier ist eine vorbereitende Behandlung mit Prostaglandin erforderlich, um den Zugang für die Instrumente zu gewährleisten. Gynaikon Klinieken führt Behandlungen bis zu einem BPD (quergemessener Durchmesser des Köpfchens) von 42 mm aus. 

Hat sich die Frau für eine Sedierung entschieden, darf sie 24 Stunden lang nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.

Örtliche Betäubung oder Sedierung

Erhält die Frau eine örtliche Betäubung, handelt es sich um einen sogenannten (Para)zervikalblock und nicht um eine Rückenmarksspritze. Wenn die Frau angespannt ist, kann die Behandlung schmerzhaft sein. 

Die Sedierung wird von registrierten Anästhesisten verabreicht.

Nach einer Behandlung unter Sedierung darf die Frau 24 Stunden lang nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. 

 

Komplikationen  

Nach der Einnahme der Abtreibungspille können die folgenden Komplikationen eintreten: starker Blutverlust, Verbleib von fötalem Gewebe und/oder anhaltende Schwangerschaft. 

Komplikationen bei einer chirurgischen Behandlung können sein: Perforation oder Gebärmutterhalsriss, starker Blutverlust, verbleibender Rest in der Gebärmutter (0,5 %) oder Nebenwirkungen der Medikamente. 

Die Gesamtzahl der Komplikationen liegt im Durchschnitt bei ca. 0,9 %. Im Fall schwerer Komplikationen arbeiten wir mit unserem Kooperations-Krankenhaus zusammen. In ca. 0,1 % bis 0,2 % der Fälle ist eine Krankenhausaufnahme notwendig. 

Im Allgemeinen gilt, dass das Risiko von Komplikationen proportional zur Dauer der Schwangerschaft steigt. 

 

Nachkontrolle  

Der Patientin wird empfohlen, 3 Wochen nach der Behandlung zu einer Nachkontrolle zu kommen. Nach einer chirurgischen Behandlung ist dies eventuell auch beim überweisenden Arzt möglich. 

Kommt die Frau zur Nachkontrolle in Ihre Praxis reicht im Allgemeinen neben einem Gespräch über den Verarbeitungsprozess ein HGC-Urintest aus. Im Zweifelsfall empfehlen wir die Durchführung eines Kontrollultraschalls. Hierfür kann bei uns ein Termin vereinbart werden. Der Patientin wurde der Arztbrief ausgehändigt (NL).

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